Spams zu Veröffentlichungen

Es ist unglaublich. Jetzt habe ich wirklich nicht die meistbesuchte Website, und dazu auch noch auf Bioweine und gutes Essen beschränkt, und bekomme auf meine Artikel innerhalb 4 Monaten weit über 5000 Spams. Dieser Web-Müll ist ein Graus. Da kann man wirklich die Luft verlieren noch etwas zu veröffentlichen.

Rinderleber mediterrane

Rinderleber mediterrane

Beim letzten Besuch des Biohofs Schmitt in der Rhön gab es frische Rinderleber vom Rhöner Gelbvieh. Die Rinder stehen auf saftigen, kräutrigen Blumenwiesen der Hochrhön. Und nun war zu überlegen, was damit anzufangen ist. Traditionelle Zubereitung oder etwas aufgepeppt. Hier mein Versuch.

Die feinen Zutaten (4 Personen):

8 eher dünne Scheiben Rinderleber, ohne Haut und gut gesäubert

Frischer Majoran (1 EL getrockneter Majoran geht auch)

2 – 3 Lorbeerblätter

1 Zweig Rosmarin

1 Knoblauchzehe

Etwas Mehl

Salz

Pfeffer

200 g geräucherter, fein gewürfelter Speck

Feines Ölivenöl

1 Flasche Côte du Rhône Rouge von der Domaine de Carabiniers

Die feine Zubereitung:

Aus etwa einem ½ Liter des Rotweins, dem kleingeschnittenen Knoblauch, dem Pfeffer und den Kräutern eine Marinade bereiten und die Scheiben der Leber 4 Stunden darin einlegen.

Nach dem Marinieren die Leber heraus nehmen und trocken tupfen. Die Lorbeerblätter entfernen.

Die Speckwürfel in etwas Olivenöl bräunen und aus der Pfanne nehmen. Jetzt die ganz leicht mit Mehl bestäubten Leberscheiben in der Pfanne mit weiterem Olivenöl von beiden Seiten nicht zu scharf anbraten. Heraus nehmen und warm stellen.

Die Marinade in der Pfanne aufkochen und reduzieren lassen. Dann die Reduktion und die Speckwürfel über die Leber geben. Salzen und Pfeffern nach Geschmack.

Dazu passen Röstkartoffeln

Der feine Weine Wein zum Essen:

Côte du Rhône AOC 2009 von der Domaine de Carabiniers

fester Côtes du Rhône mit kräutrigen Noten von Salbei, sowie leichten Aromen von Schwarztee -und Holunder. Im Mund anfangs leicht metallisch, stets würzig aromatisch mit einem kräftigem Körper, eignet er sich ideal als Essenbegleiter

In Rheinhessen hat die Weinlese schon begonnen

In Rheinhessen hat die Weinlese schon begonnen

Heute hat der erste Winzer in Rheinhessen mit der Lese begonnen. Das war heute einer der frühesten Termine seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Traubensorte ORTEGA war durch das anhaltend warme Frühlingswetter bereits jetzt so reif, dass sie zur Herstellung des Federweisen gelesen werden konnte, so teilzte das DWI (Deutsches Weininstitut) mit.  Das ist noch nicht der Beginn der Hauptweinlese. Diese wird voraussichtlich aber auch etwas früher beginnen, nämlich bereits Ende August/Anfang September.

Der Federweise ist ein halbvergorener Most, der im frühen Stadium sehr süß und mit fortschreitender Vergärung immer herber schmeckt und alkoholreicher wird. Er ist unfiltriert, weißlich und prickelnd. Weitere Bezeichnungen für den Federweisen sind u.a. Bizzler, Rauscher und Bremser. In Österreich bezeichnet man den jungen Wein auch als Sturm, Staubiger oder Krätzer.

Frikadelle vom Reh mit Chianti Colli Aretini vom Weingut Mannucci Droandi aus der Toskana

Rehfrikadelle

Heute einmal etwas anderes aus Wildfleisch. Eigentlich nichts ungewöhnliches aber dennoch selten serviertes. Ein Dank an meinen Jäger Fred aus der bayerischen Rhön.

Die guten Zutaten (für 4 Personen)

Für gute die Rehfrikadelle

- 500 g Rehfleisch, vornehmlich aus der Keule. Es können aber auch andere Abschnitte wie von den Rippen und vom Bauch, ohne Sehnen genommen werden.

- 2 Scheiben Schwarzbort (Vollkorn) ca. 50 g, gekrümelt

- 1 altes Brötchen

- 1 kleine bis mittlere Zwiebel

- 2 Eier

- 1 bis 2 TL Scharfer Senf

- gehacktes frisches Rosmarin, 1 – 2 TL

-Salz

- Pfeffer

- scharfer Paprika

- zum anbraten: Butter

Für die gute Sauce wird benötigt

- 400 ml Wildgrundsauce

- 50 g Bitterschokolade, ab 70% Kakaoanteil

- 2 EL Balsamico

- 200 g Butter

- 2 EL Kirschwasser

- 2 EL Preiselbeermarmelade

- Salz, Pfeffer

Die Zubereitung

Die Stücke des Rehfleisches durch die feine Scheibe des Fleischwolfs drehen. Brot und Brötchen  in Wasser einweichen und ausdrücken. Die Zwiebel sehr fein schneiden. Das Hackfleisch und alle Zutaten gut miteinander vermengen. Die Frikadellen eher flach formen, damit Sie außen schön kross und innen durch werden. In Butter etwa 15 bis 20 Minuten raus backen.

Zunächst wird die Schokolade klein gehackt. Dann die vorhandene Wildgrundsauce aufkochen. und Schokoladenbröckchen einrühren.  Zum Binden wird Butter durch ständiges Rühren beigegeben. Das Kirschwasser und die Preiselbeermarmelade zugeben. Aufkochen lassen und vom Feuer ziehen. Nach Gusto etwas Balsamico zugeben. Fertig.

Die feine Beilage

Als Beilage passen gut Salzkartoffeln oder Klöße dazu. Auch Spätzle sind hier lecker. Als Gemüse kann ich Speckbohnen empfehlen aber auch Brokkoli oder Rosenkohl. Einfach ein Saisongemüse wählen.

Der feine Wein zum Essen

Ein Chiant Colli Aretini vom Weingut Mannucci Droandi aus der Toskana. Trocken und fruchtig mit Anklängen an dunkle Beeren und Speck. In der Toskana gibt es viel Wild und es wird gerne mit nicht zu alten und zu wuchtigen Chianti getrunken.

Das Bioweingut Pratsch aus dem österreichischen Weinviertel

Nachdem zuletzt das Weingut Mannucci Droandi näher vorgestellt wurde, möchten wir Ihnen heute Stefan Pratsch etwas näher bringen. Hier eine Kurzvorstellung vom Biohof Pratsch aus Hohenruppersdorf im östlichen Weinviertel in Österreich.

Biohof Stefan Pratsch aus Hohenruppersdorf im Weinviertel

Der Betrieb

„Im Einklang mit der Natur zu leben und zu wirken ist eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit“, so Stefan Pratsch, der Juniorchef vom Bioweingut Pratsch in Hohenruppersdorf. So ist bei der Familie Pratsch genau das,  in Verbindung mit Topqualität, die höchste Priorität im Weinbau.
Innovative Ideen des Jungwinzers Stefan Pratsch werden durch wertvolle Erfahrungen der Eltern Wilhelm und Anneliese ergänzt. Seit nunmehr über zehn Jahren führen sie den Hof als anerkannten Biobetrieb im niederösterreichischen Weinviertel.

Das Hauptaugenmerk unter den Weißweinen liegt vor allem auf dem Grünen Veltliner, der sich als „Weinviertel DAC“ durch sein gewisses „Pfefferl“ auszeichnet. Auch Sauvignon Blanc, Riesling und der „Gemischte Satz“ sind beliebte Tröpferl. Neben den Klassikern Zweigelt und St. Laurent sind die Sorten Pinot Noir und Cabernet Sauvignon im Sortiment vertreten.

Es ist Teil der Philosophie der Familie Pratsch, der Rebpflanze die bestmöglichen Bedingungen für ein natürliches Wachstum zu gewähren. Durch hohe, luftige und dadurch sonnendurchleuchtete Laubwände wird der Reifeprozess der Trauben besonders gefördert. Konsequente Beobachtung und Betreuung der Weingärten, sowie gezielte Ertragsreduktion schon beim Rebschnitt sind die Grundvoraussetzungen für hochwertiges Lesegut.

Um die Qualität in keinster Weise zu beeinträchtigen, wird das Traubenmaterial so schonend wie möglich transportiert und verarbeitet. Modernste Kellereitechnik ermöglicht es die temperaturgesteuerte Gärung der Weißweine in Edelstahltanks. Die Rotweine reifen und entfalten sich traditionell in großen Eichenholzfässern österreichischer Herkunft, sowie in französischen Barriquefässern.

Die ideologischen Ansätze sehen sie durch die internationalen Erfolge beim World Wine Championship Award in Chicago und der Messe Biofach in Nürnberg bestätigt. Auch auf der zweitgrößten Weinbewertung weltweit – der AWC Vienna – konnte das Weingut Pratsch bereits mehrmals Gold- und Silberauszeichnungen erzielen. Auf nationalem Niveau wurde es in den renommiertesten Weinkreis Österreichs – den „SALON Österreichischer Wein“ aufgenommen.

Bioweinbau

Biologischer Weinbau heißt mehr als nur produzieren. Es verlangt ganzheitlich Denken und Handeln. Die Natur mit sanfter Führung wirken lassen und behutsam im Keller in den Wein übertragen. Das ist das Geheimnis von Biowein. Biologischer Weinbau ist viel mehr als das Weglassen von Chemie.

Der Verzicht auf chemisch-synthetischen “Pflanzenschutz” erfordert höchste Umsicht im Weingarten. Die Natur hat vorgesehen dass sich die Pflanze selbst schützen kann. Der Bio-Weinhauer sorgt für bestmögliche Bedingungen. Ein luftiger Stock- und Laubaufbau und vorbeugende Behandlung mit limitierten Mengen an Schwefel und Kupfer verhindern die Ausbreitung der gefährlichen Pilzkrankheiten.

Die gezielte Begrünung im und um den Weingarten hält die Bodennährstoffe im Gleichgewicht. Diese Pflanzen locken außerdem mit ihren Blüten Insekten an, die helfen, Schädlinge wie den Traubenwickler in Schach zu halten. Der Weinstock wächst nicht nur aus dem Boden heraus, er wächst auch von der Sonne herab. Ein biologisch bewirtschafteter Boden lebt. Er ist die Grundlage für das funktionierende Ökosystem im Weingarten. Wie jede Sorte oder Lage hat auch jeder Boden seine eigene Note. Er entwickelt sich über Jahre und er gibt dem Wein etwas mit, das durch Chemie gestört und verfälscht würde.

Amphorenwein

Amphorenwein aus Österreich

Was ist eigentlich Amphorenwein? Wie wird der gemacht und was ist daran so besonders?

Den Amphorenwein von heute kenne ich bislang nur aus Österreich und nur von Bio- bzw. Demeter-Weinbauern.

Der Wein wird nach der Lese, dem vorsichtigen Pressen und Fermentation in große, meist mehrere hundert Liter fassende, Tonamphoren gegeben. Die sind üblicherweise im freien Feld vergraben. Dort reift dann der Wein häufig über ein Jahr, wobei er alle Jahreszeiten und damit alle Temperaturschwankungen mitmacht. Danach kommt er für weitere Zeit in ein gebrauchtes Holzfass. Dann wird er erst auf die Flasche gezogen und darf dort noch etwas reifen und wieder zur Ruhe kommen, bevor er in den Verkauf geht. Und was ist nun das besondere daran? Er wird gemacht, wie man schon in der Antike Wein bereitete. Außerdem ist den Naturgesetzen wie Hitze und Kälte, den Jahreszeiten, den unterschiedlichen Sonnentagen und den Mondphasen komplett überlassen. Durch den Ton ergibt sich ein intensiver Austausch mit der Umgebung so auch dem Sauerstoff, und er entwickelt sich unbeeinflußt oxidativ. Üblicherweise ist er dazu noch spontan vergoren und ohne Sulfite abgefüllt.

Seit einigen Jahren bereits bereitet Sepp Muster aus der Steiermark einen weißen Amphorenwein mit dem namen ERDE. Dieser wird nicht in jedem Jahr abgefüllt. Nur wenn es das Traubengut zulässt. Die ERDE vereinigt alle natürlichen und kosmischen Einflüsse, ist dadurch unheimlich tiefgründig und vielschichtig, wobei sie je nach Dauer der Lagerung und Zeit nach der Öffnung immer wieder andere Aspekte zeigt. Er ist „ungeschliffen und urig, wie knorrige alten Wesen“, sagt Sepp Muster selber.

Nun wurde erstmals von Franz Landauer, Weingut Landauer-Gisperg aus Tattendorf, ebenfalls ein Biowinzer, ein roter Amphorenwein in den Verkauf gebracht. Und das mit riesigem Erfolg. Er wurde in der Kategorie Cuvée auf Anhieb Landessieger in Niederösterreich. Der Chefredakteur der österreichischen Genusszeitschrift Falstaff beschreibt in einem seiner letzten Artikel den Amphorenwein wie folgt: „Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, Wasserrand. Frische Herzkirschen, reife Zwetschken, feine Kräuterwürze, Orangenzesten, Gewürzanklänge, rauchige Nuancen. Saftig, angenehmes Kirschkonfit, frisch strukturiert, bleibt gut haften, extraktsüßer Nachhall, ein finessenreicher Speisenbegleiter mit gutem Reifepotenzial.“(aus Falstaff Newsletter vom 27.07.2011; link : http://www.falstaff.at/weinartikel/gewinnen-sie-eine-doppelmagnum-amphorenwein-3313.html)

Ich freue mich darauf weiter die Entwicklung von Amphorenweinen zu verfolgen.

Bessere Delikatessen braucht das Land

Bessere Delikatessen braucht das Land!

Das ist das Motto des Herrenhofs Lamprecht, unter dem er in diesem Jahr begonnen hat aus den Früchten der Obstbäume, die ebenso wie die Rebstöcke unter biologischen Richtlinien behandelt werden, hochwertige handwerkliche und traditionelle Delikatessen herzustellen. Bei Gottfried Lamprecht geht es nicht nur um die geschmackliche Qualität sondern besonders um die Herkunft. Hier ist der Weg vom Baum ins Glas klar nachvollziehbar. Die Bäume stehen am Bucherberg in idealer Ausrichtung und bieten den Früchten ideale Bedingungen zur Reifung und Aromenbildung.

Ab sofort bietet Gottfried Lamprecht auf seinem Herrenhof mit seinem ersten Produkt der „Weinbergs-Marillen-Marmelade“ den Einstieg in wirklich garantierte Herkunft und saubere Verarbeitung an.

Hier noch ein paar Informationen zur Weinbergs-Marillen-Marmelade

- höchstmöglicher und unveränderter Geschmack
- Herkunftsgarantie der selbst angebauten Früchte
- Verarbeitungsgarantie – traditionelles  Handwerk & Rezeptur
- Keine Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe
- Erhaltung alter steirischer Sorten
- Nur limitiert verfügbar!
- Bio-Zertifizierung bereits in Arbeit

Rib Eye Steak vom Rhöner Gelbvieh

Rib Eye Steak vom Rhöner Gelbvieh

Na, das war heute Abend eine richtige Portion Proteine. Mehr als 450 g Rib Eye Steak vom Rhöner Gelbvieh aus Weidehaltung. Der Bauernhof arbeitet nach bio-organischen Richtlinien, hält seine Rinder auf der Weide und hat ein eigenes Schlachthaus, wo die Tiere ohne vorher großem Stress ausgesetzt zu sein, geschlachtet werden können.

Das Steak war nun fast 4 Wochen gereift und wunderbar zart und mürbe. Nur mit etwas Salz und Pfeffer bestreut, dazu etwas selbstgemachte Kräuterbutter und Brot.

Dazu gab es einen Chianti Classico Vigna la Casina Riserva 2006 vom Weingut Casina die Cornia. “Rubinrot im Glas mit violetten Reflexen. klare und fein strukturierte Aromen von schwarzen Beeren, Dörrobst, Kirschen und Zwetschgen. Vollfruchtig und würzig am Gaumen. gutes Tanningerüst. Langer und tiefer Nachhall. “. Der Chianti hat wirklich hervorragend dazu gepasst.

Der experimentelle Weingarten

Der experimentelle Weingarten

Seit mittlerweile zehn Jahren arbeitet das Weingut Mannucci Droandi zusammen mit der Zweigstelle in Arezzo des Instituts für experimentelle Weinbauversuche des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft an einem Versuchsweingarten , in dem alte Rebenspezies  die einst in der Gegend weit verbreitet waren aber inzwischen von der Ausrottung bedroht sind.  Diese Rebsorten waren für die Zukunft sehr vielversprechend und einige dieser interessanten Spezies wie Foglia Tonda, Barsaglina und Pugnitello wurden vermehrt und in unseren Weingarten gepflanzt um gehaltvoller, typischere toskanische Rotweine zu erhalten. Später haben wir auch entschieden die Gelegenheit zu nutzen und Weinliebhabern  sortenreine Weine der oben genannten Sorten anzubieten und auf 1000 Flaschen limitierte Abfüllungen anzubieten.

Önologe: Gianfrancesco Paoletti

Weingarten-Manager: Folco Giovanni Bencini

Kellermeister: Andrea Mammuccini

Barsaglina Toscana IGT

Der Weingarten: Caposelvi bei Montevarchi, Arezzo. Westausrichtung in einer Höhe von 250 Meter über NN; lehmiger Boden mit mittlerer Körnigkeit; Cordon-Erziehung; Minimaler Eingriff nach biologischer Anbaumethode

Trauben:  100% Barsaglina; Barsaglina ist eine toskanische Traubenspezies, die ursprünglich aus der Gegend von Massa Carrara kommt und zum ersten Mal 1874 im Bollettino del Comizio Agrario di Massa (Bericht der Grundbesitzer von Massa) beschrieben wurde.

Kellerarbeit:  Die Trauben werden per Hand geerntet und schonend in kleinen Fässern vergoren. Eine lange Mazeration und lange Reifung von 15 Monaten in Holzfässern und 3 Monaten in Flaschen.

Foglia Tonda Toscana IGT

Weingarten: Caposelvi bei Montevarchi, Arezzo. Westausrichtung in einer Höhe von 250 Meter über NN; lehmiger Boden mit mittlerer Körnigkeit; Cordon-Erziehung; Minimaler Eingriff nach biologischer Anbaumethode

Trauben: 100% Foglia Tonda. Foglia Tonda ist eine toskanische Traubenvariation , die ursprünglich aus der Provinz Siena kommt und das erste Mal von Di Rovasenda in Jahre 1877 genannt wurde.

Kellerarbeit:  Die Trauben werden per Hand geerntet und schonend in kleinen Fässern vergoren. Eine lange Mazeration und lange Reifung von 15 Monaten in Holzfässern und 3 Monaten in Flaschen.

Pugnitello Toscana IGT

Weingarten: Caposelvi bei Montevarchi, Arezzo. Westausrichtung in einer Höhe von 250 Meter über NN; lehmiger Boden mit mittlerer Körnigkeit; Cordon-Erziehung; Minimaler Eingriff nach biologischer Anbaumethode

Trauben: 100% Pugnitello. Pugnitello ist eine toskanische Traubenvariation , die kürzlich in der Provinz Siena wieder entdeckt wurde. Leider gibt es weiter keine Informationen zu Pugnitello.

Kellerarbeit:  Die Trauben werden per Hand geerntet und schonend in kleinen Fässern vergoren. Eine lange Mazeration und lange Reifung von 18 Monaten in Holzfässern und 3 Monaten in Flaschen.

Interview mit Roberto Droandi vom Weingut Mannucci Droandi in der Toskana, Teil 3

Teil 3 des Interviews mit Roberto Droandi vom Weingut Mannucci Droandi in der Toscana. Heute geht es um “Terroir”, Bedingungen und die Zukunft

Biovinum: Wo genau liegen Ihre Weingüter?

Roberto Droandi: Campolucci liegt in der Nähe des Örtchens Camposelvi in der Kommune Montevarchi der Provinz Arezzo. Hier kultivieren wir den Chianti Colli Aretini DOCG, die alten Weinreben und weitere Rebsorten wie Campolucci. Crepetto liegt nahe des Dorfes Starda, das wahrscheinlich eine frühe römische Gründung ist aber mit Sicherheit ein mittelalterliches Kastell. Starda liegt in der Kommune von Gaiole in Chianti, der Provinz Siena. Hier produzieren wir den Ceppeto Chianti Classico DOCG, the Ceppeto Chianti Classico DOCG Riserva and the Ceppeto Vinsanto del Chianti Classico DOC, sowie den Chianti Classico DOP E.V und das Oliven Öl.

Biovinum: Beschreiben Sie doch bitte das Klima und die Böden Ihrer Weingärten?

Roberto Droandi: Im Winter ist es bei uns ziemlich kalt, dafür aber heiß, ja manchmal schon sehr heiß im Sommer. Aber wir haben im Sommer auch immer wieder kurz und kräftige Regenfälle, die für die Reben wichtig sind. Im September und Oktober ist das Wetter meist stabil und warm genug für eine perfekte Reifung der Trauben.

Auch bietet der Boden beste Bedingungen für den Weinbau. Etwas feiner Böden bei Campolucci verleihen den Weinen Eleganz und Finesse, wobei die schwereren Böden bei Ceppeto ihm mehr Körper und Farbe verleihen. Mit Stolz können wir sagen, dass wir hier ein sehr gutes Umfeld für den Weinbau vorfinden. Auch zeigen viele Niederschriften, das unsere Vorfahren bereits erfolgreich Weinbau betrieben, und dies schon seit dem Mittelalter oder sogar noch früher.

Biovinum: Welchen Einfluss haben Klima und Böden auf die Reben?

Roberto Droandi: Die klimatischen Bedingungen sind die wichtigsten Grundbedingungen für einen erfolgreichen Weinbau und in Hinblick auf qualitative hochwertige Weine.

Biovinum: Sind diese Bedingungen besonders gut für die „alten“ Rebsorten geeignet?

Roberto Droandi: Genau Sie sind DIE Reborten unseres Terroirs, die im Laufe der Jahrhunderte durch viele Generationen unserer Vorfahren heraus selektiert wurden.

Biovinum: Was ist für Sie „Terroir“? Haben Mannucci Droandi Weine einen unverwechselbaren Charakter?

Roberto Droandi: Ich glaube, dass TERROIR das Ergebnis der menschlichen Arbeit wie Tradition, Wissen, Ausbildung etc. und der lokalen Bedingungen wie Klima und Boden ist, dass heißt die richtige Kombination von gewachsenen Bedingungen und der richtigen Auswahl von Rebsorten.

Und hier spreche ich nicht nur von Mannucci Droandi Weinen, da sie einmal besser und weniger gut sein können, aber ich bin mir sicher, dass sie Ihren eigenen unverwechselbaren Charakter auf Grund der vorher genannten Einflüsse haben: Der Mensch – die lokalen Bedingungen – die Rebe.

Biovinum: Zur Kellertechnik: Erläutern Sie uns bitte, wie Sie die Trauben im Keller behandeln?

Roberto Droandi: Zu dieser Frage möchte ich auf die beigefügten Ausführungen zu den alten Rebsorten unter dem Titel „der experimentelle Weingarten“ von Mannucci Droandi verweisen.

Angefangen im Weingarten, wo wir die zu erntenden Trauben auswählen und sehr schnell zum Keller transportieren, sie dort entrappen, vorsichtig pressen, danach den Most, die Beerenhäute und die Kerne langsam in kleine und mittelgroße Edelstahlbehälter umpumpen. Hier finden der Gärprozess und die Mazeration durch regelmäßiges Untertauchen oder Übergießen mit dem Most statt. Dieser Prozess dauert 20 bis 25 Tage in Abhängigkeit der verschiedenen Charaktere der Trauben. Daraufhin pumpen wir den gegorenen Most in Tanks um, die in einem auf 22° C gewärmten Keller stehen um die Malolaktische Gärung in Gang zu bekommen, was der Ausgangspunkt eines Rotweins ist. Nach ein bis drei Monaten und nachdem die zweite Gärung abgeschlossen ist, kommen die Weine in kleine Holzfässer (Barriques mit 225 Liter Inhalt) ohne dabei neues Holz zu verwenden. Wir möchten dabei einen zu starken Holzcharakter in unseren Weinen vermeiden. Der einzige Wein, der bei uns teilweise in neuen Holzfässern ausgebaut wird, ist der Campolucci.

Hinzufügend möchte ich sagen, dass wire s schaffen Jahr um Jahr eine natürlichere Vinifikation der Weine  zu erreichen, indem wir immer weniger, auch der im Bioweinbau erlaubten Additive benutzen. Als Beispiel möchte ich eine der wichtigsten Entscheidung anführen, die wir bei der Ernte 2009 trafen. Seitdem benutzen wir nur noch im Weingarten natürlich vorkommende Hefen, die sich auf den Beerenschalen befinden. Vorher haben wir auch schon bei der malolaktischen Gärung keine Feinhefen mehr benutzt und haben nur die natürlichen Hefen, die in unserem Keller vorkommen, genutzt.

Biovinum: Was ist Ihnen besonders wichtig für Ihre Weine? Wie versuchen Sie dies im Weingarten und im Keller zu erreichen?

Roberto Droandi: Ich denke, dass das wichtigste ist loyal zu allem und jedem zu stehen und ehrliche Arbeit zu leisten entlang der gesamten Produktionskette. Neben dieser grundlegenden Voraussetzung bin ich der Meinung, dass jeder Wein in jeder Preisklasse von höher Qualität sein muss, denn der Wein wird grundsätzlich immer auf gleicher Weise bereitet, und die Kosten unterscheiden sich hauptsächlich nur in der individuellen Arbeit und Zeit, die man in diesen Wein investiert, wie z.B. durch das längere Reifen in Holzfässern. Es sollte so sein, dass die Grundlage stimmen muss, egal ob es ein einfacher, junger Alltagswein ist oder ein körperreicher, teurerer und qualitativ sehr hochwertiger gereifter Wein ist. Ein weiterer Aspekt unserer Weine ist, dass sie gut trinkbar und aufgrund der hohen Qualität und der natürlichen Herstellung sehr gut bekömmlich sind ohne z.B. Kopfschmerzen zu verursachen, die Ursache von Sulphiten niedriger Qualität sind.  Die Einfachheit, wie es uns die Natur zeigt, versuchen wir so weit wie möglich zu adaptieren. Es ist immer einfach das zu zerstören was die Natur geschaffen hat und es ist nicht möglich das dort geschaffene zu verbessern. Daher versuchen wir die bestmögliche Qualität im Weingarten zu erzielen. Im Keller ist unser Hauptaugenmerkt auf das Vermeiden von Fehlern gelegt.

Biovinum: Schauen wir in die Zukunft. Wie wird ihrer Meinung nach die Entwicklung der italienischen und besonders der toskanischen Weinwirtschaft verlaufen?

Roberto Droandi: Es hängt ganz von der Art des Unternehmens ab über das wir sprechen Die großen Weinkeller und Marken werden wohl weiterhin Ihre Politik des globalen Marktes verfolgen. Die kleinen Weingüter, so wie wir eines sind, müssen weiterhin den Markt der passionierten Weinliebhaber bedienen, die typische Weine bevorzugen, deren Interesse der Gesundheit und des Umweltschutzes gilt und ebenso nicht zuletzt der Menschlichkeit, Freundlichkeit und der zwischenmenschlichen Beziehungen. Derzeit ist es eine Nischenmarkt aber ich glaube im Angesicht der weiteren Verbreitung des unpersönlichen Weltmarkts, könnten wir in Zukunft der „globale Nischenmarkt“ werden, der für den globalen, aber menschlich gebliebenen Erdenbewohner bestimmt ist.

Biovinum: Was erwarten Sie in Zukunft für Ihre Weingüter?

Roberto Droandi: Wir warden weiter unseren Weg in Richtung lokaler Rebsorten gehen. Wir sind dabei in die zweite Phase der Pflanzung von einheimischen Rebsorten einzutreten. Das sind dann nicht nur toskanischen, aber immer lokale Rebsorten wie zum Beispiel „Lacrima dal Valdarno“ (die Tränen des Arnotals), ausßerdem eine sehr charaktervoller rubinrote Rebe aus Montevarchi und die „Orpicchio“ (Eigenname), eine interessante weiße Rebe aus Mercatale Valdarno, deren Herkunft nur einen Kilometer von Campolucci entfernt ist.

Biovinum: Wann und wo kann man Sie wieder auf Messen sehen?

Roberto Droandi: Ich denke, dass wir wieder bei der Biofach in Nürnberg sein warden genauso wie auf der Vinitaly. Vielleicht werden wir auch zur BtoBIO in Mailand gehen.

Biovinum: Herr Droandi, vielen Dank für die Zeit, die Sie sich genommen haben um meine vielen Fragen zu beantworten. Ich hoffe, dass wir viele Leser im Blog von BIOVINUM erreichen werden.