Das Bioweingut Pratsch aus dem österreichischen Weinviertel

Nachdem zuletzt das Weingut Mannucci Droandi näher vorgestellt wurde, möchten wir Ihnen heute Stefan Pratsch etwas näher bringen. Hier eine Kurzvorstellung vom Biohof Pratsch aus Hohenruppersdorf im östlichen Weinviertel in Österreich.

Biohof Stefan Pratsch aus Hohenruppersdorf im Weinviertel

Der Betrieb

„Im Einklang mit der Natur zu leben und zu wirken ist eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit“, so Stefan Pratsch, der Juniorchef vom Bioweingut Pratsch in Hohenruppersdorf. So ist bei der Familie Pratsch genau das,  in Verbindung mit Topqualität, die höchste Priorität im Weinbau.
Innovative Ideen des Jungwinzers Stefan Pratsch werden durch wertvolle Erfahrungen der Eltern Wilhelm und Anneliese ergänzt. Seit nunmehr über zehn Jahren führen sie den Hof als anerkannten Biobetrieb im niederösterreichischen Weinviertel.

Das Hauptaugenmerk unter den Weißweinen liegt vor allem auf dem Grünen Veltliner, der sich als „Weinviertel DAC“ durch sein gewisses „Pfefferl“ auszeichnet. Auch Sauvignon Blanc, Riesling und der „Gemischte Satz“ sind beliebte Tröpferl. Neben den Klassikern Zweigelt und St. Laurent sind die Sorten Pinot Noir und Cabernet Sauvignon im Sortiment vertreten.

Es ist Teil der Philosophie der Familie Pratsch, der Rebpflanze die bestmöglichen Bedingungen für ein natürliches Wachstum zu gewähren. Durch hohe, luftige und dadurch sonnendurchleuchtete Laubwände wird der Reifeprozess der Trauben besonders gefördert. Konsequente Beobachtung und Betreuung der Weingärten, sowie gezielte Ertragsreduktion schon beim Rebschnitt sind die Grundvoraussetzungen für hochwertiges Lesegut.

Um die Qualität in keinster Weise zu beeinträchtigen, wird das Traubenmaterial so schonend wie möglich transportiert und verarbeitet. Modernste Kellereitechnik ermöglicht es die temperaturgesteuerte Gärung der Weißweine in Edelstahltanks. Die Rotweine reifen und entfalten sich traditionell in großen Eichenholzfässern österreichischer Herkunft, sowie in französischen Barriquefässern.

Die ideologischen Ansätze sehen sie durch die internationalen Erfolge beim World Wine Championship Award in Chicago und der Messe Biofach in Nürnberg bestätigt. Auch auf der zweitgrößten Weinbewertung weltweit – der AWC Vienna – konnte das Weingut Pratsch bereits mehrmals Gold- und Silberauszeichnungen erzielen. Auf nationalem Niveau wurde es in den renommiertesten Weinkreis Österreichs – den „SALON Österreichischer Wein“ aufgenommen.

Bioweinbau

Biologischer Weinbau heißt mehr als nur produzieren. Es verlangt ganzheitlich Denken und Handeln. Die Natur mit sanfter Führung wirken lassen und behutsam im Keller in den Wein übertragen. Das ist das Geheimnis von Biowein. Biologischer Weinbau ist viel mehr als das Weglassen von Chemie.

Der Verzicht auf chemisch-synthetischen “Pflanzenschutz” erfordert höchste Umsicht im Weingarten. Die Natur hat vorgesehen dass sich die Pflanze selbst schützen kann. Der Bio-Weinhauer sorgt für bestmögliche Bedingungen. Ein luftiger Stock- und Laubaufbau und vorbeugende Behandlung mit limitierten Mengen an Schwefel und Kupfer verhindern die Ausbreitung der gefährlichen Pilzkrankheiten.

Die gezielte Begrünung im und um den Weingarten hält die Bodennährstoffe im Gleichgewicht. Diese Pflanzen locken außerdem mit ihren Blüten Insekten an, die helfen, Schädlinge wie den Traubenwickler in Schach zu halten. Der Weinstock wächst nicht nur aus dem Boden heraus, er wächst auch von der Sonne herab. Ein biologisch bewirtschafteter Boden lebt. Er ist die Grundlage für das funktionierende Ökosystem im Weingarten. Wie jede Sorte oder Lage hat auch jeder Boden seine eigene Note. Er entwickelt sich über Jahre und er gibt dem Wein etwas mit, das durch Chemie gestört und verfälscht würde.

2 Responses

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# 2 · Armin · 08.08.11, 14:54

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