
Die Geschichte der Weinbaufamilie Mannucci Droandi reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück und wird heute Roberto Giulio Droandi geleitet. Ihr oberstes Ziel ist es, die Qualität Ihrer Weine immer weiter zu erhöhen. Die wird erreicht, indem Tradition und Innovation im Weingarten und Keller vereint werden und ein besonderes Augenmerk auf gesunde und starke Rebstöcke gelegt wird.
Das Weingut Mannucci Droandi setzt sich eigentlich aus zwei Gütern zusammen. Zum einen ist es die Podere Campolucci (Feld des heiligen Waldes), die 1929 durch Heirat in die Familie kam und zum anderen die Podere Ceppeto.
Die Podere Campolucci liegt an den Osthängen der Monti del Chianti, welche ein Teil des Chianti Anbaugebietes sind und zu den Colli Aretini gehören, in einer Höhe von etwa 350 Meter über NN. Es liegt malerisch in Mitten von Weinbergen und Olivenhainen, die durch Pinien- und Steineichenwäldern unterbrochen sind. Hier werden hervorragende Chiantis und fruchtige Olivenöle produziert.
Die Podere Ceppeto liegt ebenfalls auf den Monti del Chianti aber auf den Westhängen. Das Gutshaus ist umgeben von dichten Kastanien- und Eichenwäldern und liegt unterhalb der Burg Starda. Es liegt in Mitten des Anbaugebiets vom Chianti Classico und produziert eben diese kraftvollen, würzigen und dennoch weichen und fein strukturierten Chianti Classicos.

Traditionsgemäß vinifiziert das Gut Mannucci Droandi Ihre Trauben selbst, und seit mehr als fünfundzwanzig Jahren kümmert sich Roberto persönlich um die Kellerei. Seit den 90er wurde enorm in die Modernisierung des Weinguts investiert, neue Kellertechnik angeschafft und die „Produktionsmentalität“ in Weingarten und Keller ganz konsequent auf Qualität ausgerichtet.
Ein besonders spannende Geschichte sind die Versuchsweinberge von Mannucci Droandi. Seit etwa zehn Jahren arbeitet der Betrieb mit der Zweigstelle Arezzo des Versuchsinstituts für Weinbau des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft zusammen: Anfangs waren die Projekte auf die Definierung von Überwachungs- und Bekämpfungsmethoden von Pilzkrankheiten oder Parasitenbefall gerichtet, um den Einsatz chemischer Mittel weitest möglich einzuschränken (es verwenden wir im Betrieb keine chemischen Pilzbekämpfungsmittel verwendet, und zum Düngen werden nur organische Düngemittel eingesetzt).
Später kam die Anlage eines Versuchsweinberges hinzu, der dem “Erhalt des weinbaulichen Germoplasmas der Provinz Arezzo” dient (wie es in der Genehmigung der Region Toskana heißt) und mit alten Rebsorten bepflanzt wurde, die einstmals in dieser Gegend heimisch waren und nun auszusterben drohen. Mit den Trauben dieser alten Reben wurden ab der Weinlese 2000 die ersten Mikrovinifikationen vorgenommen, die vielversprechende Hinweise für die Zukunft geben: Andere, länger getestete Rebsorten wie die Foglia Tonda, die Barsaglina, und Pugnitello, wurden bereits in geringen Mengen nachgezüchtet und in unseren Weinbergen ausgepflanzt.
Heute haben wir auch dank Roberto Mannucci wieder die Gelegenheit fast ausgestorbene Traubensorten, die alle von der Sangiovese-Traube abstammen, zu genießen. Die Menge ist nach wie vor gering und deshalb auch so wertvoll.